Grundsteinlegung für die Zukunft des Bevölkerungsschutzes
Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Gemeinde Bischweier den offiziellen Startschuss für die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses in der Florianstraße gegeben.
Schutz stellt.Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbanden sich an diesem Tag zu einem starken Versprechen an die Bürgerinnen und Bürger, die zahlreich zur kleinen Feierstunde gekommen sind. Das bestehende Feuerwehrhaus wurde Ende der 1960er Jahre gebaut und in den Jahren 1992/93 saniert und erweitert. „Die Zeit hat sich grundlegend geändert, damals war Fax noch eine Sensation“, erinnerte sich Bürgermeister Robert Wein an die Anfangsjahre seiner Bürgermeisterära.
Aufgerüstet für die wachsenden HerausforderungenHeute benötigt das Feuerwehrhaus eine digitale Infrastruktur und moderne Elektrotechnik. Daher wird das Gebäude bis auf die Grundmauern energetisch und zukunftsfähig saniert und wird durch einen Anbau in Richtung Bauhof erweitert. Die immer weiter wachsenden Herausforderungen und Aufgaben machten eine Erweiterung dringend erforderlich. Platz musste geschaffen werden für Parkplätze, getrennte Umkleide- und Sozialräume, für die Jugend, die Kleiderkammer, die Gerätewarte, die Einsatzmittel und nicht zuletzt für den Führungs- und Krisenstab. „Wir haben es geschafft, alles in diesem Gebäude mit entsprechender Erweiterung unterzubringen und dies an dem über Jahrzehnte bewährten Standort, um schnelle Hilfe zu leisten“, freut sich Feuerwehrkommandant Daniel Wanke. Dieses Gebäude wird mehr sein als ein funktionaler Ort, es wird ein Symbol für Wertschätzung, Fortschritt und für das Vertrauen in diejenigen, die Tag und Nacht bereitstehen, um anderen zu helfen, betonte der Kommandant.
Investitionen in die Sicherheit der BevölkerungWie Katja Bender-Luft vom ausführenden Büro Luft Architekten und Ingenieure aus Gaggenau sagte, sei bereits mit der Vergabe der Hauptgewerke ein Meilenstein erreicht. Damit sei bereits eine Kostensicherheit im Projekt geschaffen. Die Gesamtkosten von rund 4,2 bis 4,5 Millionen Euro werden durch ein kluges Finanzierungskonzept gestützt. Neben kommunalen Zuschüssen und KfW-Mitteln zur energetischen Sanierung in Höhe von insgesamt rund 600.000 Euro konnte sich die Gemeinde rund 1,7 Millionen Euro aus einem Bundesinvestitions-Förderprogramm sichern. „Wir müssen unsere Reserven nicht komplett in das Feuerwehrhaus stecken“, betonte Robert Wein. Die Gemeinde investiere in die Sicherheit der Bevölkerung: in das Feuerwehrhaus, aber auch in die Beschaffung von Notstromaggregaten, in die Verstärkung des Warnsystems und die Verbesserung der Notwasserversorgung. Langfristig ist man gut unterwegs, um den Bevölkerungsschutz zu stärken, so Wein.Zukunftsweisend auch die Worte der designierten Bürgermeisterin Fabienne Jox, die bereits in das Bauprojekt eingebunden ist. „Feuerwehr, Katastrophenschutz, Blaulichtorganisationen werden wir mit Blick in die Welt mehr denn je brauchen“, sagte sie. Auch in der Zeitkapsel, einem alten Feuerlöscher, verbanden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem bleibenden Zeugnis. Alte und neue Pläne, ein Organigramm, das Wappen, eine Mitgliederliste aller Feuerwehrmitglieder und eine aktuelle Tageszeitung wurden für immer gesichert. Das Architekturbüro überreichte zur Feier des symbolischen Spatenstichs eine Steintafel mit der Jahreszahl 2026.



